Opportunity to see (OTS)
Die Opportunity to See (OTS) beschreibt die modellierte Chance einer Person aus der Zielgruppe, im Ausstrahlungszeitraum mit einer Werbebotschaft in Sichtkontakt zu treten. Im übergreifenden Mediaplanning repräsentiert sie die durchschnittliche Kontakthäufigkeit als Quotient zwischen Brutto- und Nettoreichweite, während sie im Out-of-Home-Bereich die aggregierte Kontaktgelegenheit eines Werbeträgers quantifiziert. Die Berechnung der Opportunity to see basiert auf auf verschiedenen Modellannahmen:
- Sichtbarkeitskegel: Einberechnung von Blickwinkeln sowie minimalen und maximalen Lesedistanzen zum Display.
- Bewegungsdynamik: Geschwindigkeiten von Fußgängern oder Fahrzeugen zur Ermittlung der Verweildauer im Sichtfeld.
Im analogen Plakat sind Werbeträger und Werbemotiv zeitlich identisch (100 % Dauerpräsenz). Im Bereich Digital Out-of-Home (DOOH) oder sonstigen Werbeträgern mit Wechselmotiven ist die faktische Darstellungszeit limitiert bzw. jeder Inhalt kannibalisiert in gew. Weise die Darstellungszeit der anderen Motive. Diese Beobachtung macht eine Unterscheidung der Opportunity to see in Abhängigkeit zum Medium bzw. Werbeträger zwingend erforderlich:: OTS-Werbeträger vs. OTS-Werbemotiv.
- OTS-Werbeträger: Passantenfrequenz, die den physischen Sichtbereich des Screens passiert. Gilt starr für den Werbeträger, unabhängig davon, wann welches Motiv dargestellt wird.
- OTS-Werbemotiv: Frequenz der Personen, die den Sichtbereich exakt während der Ausstrahlung des spezifischen Spots passieren. Verknüpft die Frequenz mit der Spotdauer, dem Sendeloop, dem Share of Voice (SoV) und der Verweildauer (Dwell-Time).